Mittelalter 2003/4
Heft 2003/4    3. Artikel

Die alte Thurbrücke von Bischofszell – ein teures StückArchitektur

von Hansjörg Brem und Daniel Steiner und Monika Zutter

Zu den bekanntesten Baudenkmälern im KantonThurgau gehört die Thurbrücke von Bischofszell – dielängste mittelalterliche Brücke aus Stein in der Schweiz.

Vom späten 15. Jahrhundert an bis zum 18.Juli 1969 trug sie – häufig umgebaut und ausgebessert– den Fahr- und Fussgängerverkehr zwischen Bischofszell undder Gegend von Neukirch und Wil. Auf diesen Zeitpunkt hin wurdein respektvollem Abstand eine neue Brücke eröffnet.

Eine erste Thurbrücke wird um 1300 erwähnt. Der Kern derheute noch bestehenden Brücke wurde 1487 vollendet. WegenHochwasserschäden musste die Brücke immer wieder repariertwerden. Infolge des zunehmenden Verkehrs wurde 1860 die Fahrbahnder Brücke verbreitert, indem die Brüstungsmauern durchMetallgeländer ersetzt wurden. Der neue Fahrbahnbelag ausSteinplatten verhinderte ein Eindringen von Regenwasser in denBrückenkörper. Dieser Schutz wurde allerdings 1973 wiederentfernt und das wieder eindringende Wasser verursachteFrostschäden, die nun durch eine aufwändige Sanierung ab 2003beseitigt werden müssen. Die wieder aufgesetztenBrüstungsmauern werden mit einer Bitumenbahn überdeckt. DerGehweg wird mit Gussasphalt auf einer Trennfolie ausgelegt. BeideMassnahmen sind reversibel. In den kommenden Jahren werden dieverwitterten Tuff- und Sandsteinblöcke allmählich ausgewechseltund durch Rorschacher Sandstein ersetzt.

Brem, Hansjörg Steiner, Daniel Zutter, Monika : Die alte Thurbrücke von Bischofszell – ein teures Stück Architektur
Mittelalter – Moyen AgeMedioevoTemp medieval, Zeitschrift des Schweizerischen Burgenvereins, 8. Jahrgang 2003, Heft 4, .

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