Die alte Thurbrücke von Bischofszell – ein teures Stück
Architektur
Von Hansjörg , Daniel und Monika
Zu den bekanntesten Baudenkmälern im Kanton Thurgau gehört die Thurbrücke von Bischofszell – die längste mittelalterliche Brücke aus Stein in der Schweiz.
Vom späten 15. Jahrhundert an bis zum 18. Juli 1969 trug sie – häufig umgebaut und ausgebessert – den Fahr- und Fussgängerverkehr zwischen Bischofszell und der Gegend von Neukirch und Wil. Auf diesen Zeitpunkt hin wurde in respektvollem Abstand eine neue Brücke eröffnet.
Eine erste Thurbrücke wird um 1300 erwähnt. Der Kern der heute noch bestehenden Brücke wurde 1487 vollendet. Wegen Hochwasserschäden musste die Brücke immer wieder repariert werden. Infolge des zunehmenden Verkehrs wurde 1860 die Fahrbahn der Brücke verbreitert, indem die Brüstungsmauern durch Metallgeländer ersetzt wurden. Der neue Fahrbahnbelag aus Steinplatten verhinderte ein Eindringen von Regenwasser in den Brückenkörper. Dieser Schutz wurde allerdings 1973 wieder entfernt und das wieder eindringende Wasser verursachte Frostschäden, die nun durch eine aufwändige Sanierung ab 2003 beseitigt werden müssen. Die wieder aufgesetzten Brüstungsmauern werden mit einer Bitumenbahn überdeckt. Der Gehweg wird mit Gussasphalt auf einer Trennfolie ausgelegt. Beide Massnahmen sind reversibel. In den kommenden Jahren werden die verwitterten Tuff- und Sandsteinblöcke allmählich ausgewechselt und durch Rorschacher Sandstein ersetzt.
, Hansjörg/, Daniel/, Monika: Die alte Thurbrücke von Bischofszell – ein teures Stück Architektur, in: Mittelalter – Moyen Age – Medioevo – Temp medieval, Zeitschrift des Schweizerischen Burgenvereins, 8. Jahrgang 2003, Heft 4.

