«Erlebnis Mittelalter»
Die drei Burgentage im Kandertal ein überwältigender Erfolg
Quellenangabe
Dieser Bericht ist gedruckt in der Zeitschrift «Mittelalter», Nr. 2002/4.
Drei Tage «Erlebnis Mittelalter» im Kandertal: auch ins Berner Oberland strömten an drei Tagen über 3'500 Kinder und Jugendlich. Damit war dem Anlass rund um die Felsenburg und die Tellenburg im Oktober 2002 der gleiche grosse Erfolg beschieden wie am Anlass in der Ritterkommende Bubikon im August 2002. Der Jubiläumsanlass des Schweizerischen Burgenvereins im Kandertal war auch Thema in den Medien.
Von Daniel , Projektverantwortlicher
Archäologischer Dienst des Kantons Bern

Der Vogt der Felsenburg erklärt «sein»
Schloss. Foto: Hansjörg .
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Die drei Burgentage vom 9. bis 11. Oktober 2002 sind vorbei. Rund 3'500 Teilnehmende an den drei Tagen! Drei Tage lang lauter Interessierte: Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Lauter strahlende, fragende, staunende und gefesselte Kinderaugen! Aber auch unter den Mitwirkenden kein einziges gehässiges Wort. Dabei wäre durchaus Anlass dazu gewesen – als z. B. schon am Mittwoch morgen plötzlich rund 250 Personen im Bus befördert werden wollten und unser Transportkonzept herausforderten oder wenn unsere Mitarbeitenden zum x-ten Mal erklärten, halfen, zeigten und wieder erklärten... Ohne das spontane Einstellen auf die besondere Situation und die anzündende Begeisterung aller Mitwirkenden wären die Tage nicht realisierbar geworden. Natürlich sind wir auch alle dankbar, dass das Wetter sich – entgegen den offiziellen Prognosen - von der besten Seite gezeigt hat. 611 Teilnehmende haben die Mühe nicht gescheut, die an der Ankunft verteilten Wettbewerbsformulare nicht nur vollständig auszufüllen, sondern sie auch am Schluss des Erlebnistages am Bahnhof Frutigen abzugeben – die 50 Gewinnerinnen und Gewinnern erwarten attraktive Preise.
Unzählig waren die Komplimente, die wir entgegennehmen durften. Stellvertretend für die vielen Rückmeldungen sei hier eine einzige weitergeben:
«Sehr geehrte Damen und Herren
Den letzten Donnerstag verbrachte ich mit meinen zwei Buben (4 und 6) auf der Felsen- und auf der Tellenburg. Ich möchte mit diesem Mail allen Beteiligten für ihren riesigen Einsatz danken. Es war für mich einerseits als erwachsene Person ein sehr lehrreicher, unterhaltsamer Tag. Andererseits staunte ich, wie Ihre Leute es schafften, «trockenes» Wissen so weiter zu geben, dass sogar die zwei Kinder zu Hause dem Papa Informationen zu Burgen und Mittelalter weiter erzählen konnten. Die Zwei hatten absolut den Plausch und schätzten es, von geduldigen, kinderfreundlichen Personen betreut zu werden. Morgens um 10:00 Uhr starteten wir, und um 17:00 Uhr fuhren wir wieder nach Hause. Mittagspause gabs keine, die Brötchen assen wir während einer Abstiegsstrecke. Wenn also zwei kleine Kinder so voller Energie, Wissensdurst und Tatendrang so lange «durchhalten», ist das ein besonderes Kompliment für den Veranstalter.
Ich danke Ihnen für den interessanten Tag und grüsse Sie freundlich
Frau M. M.
Eine solche Veranstaltung kann in der heutigen Zeit keine Institution mehr für sich allein oder von sich aus allein durchführen – nicht nur der Finanzen wegen. Für uns waren dies:

Zum Anfühlen nah: der Falkner und sein Handwerk. Foto:
Hansjörg .
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- der Schweizerische Burgenverein, zu dessen 75-Jahr-Jubiläum die Veranstaltung organisiert wurde, der für die nationale Streuung der Information an 1'200 Adressen und die fachwissenschaftliche Leitung sorgte,
- der Junior-Club der SBB, der 9'500 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 16 Jahren mit einer Einladung direkt anschrieb und mit...
- ... Frutigen-Tourismus und uns zusammen am Bahnhof Frutigen persönlich einen Info-Stand betreute,
- die BLS Lötschbergbahn AG, welche die Logistik vor Ort (Bustransfer Frutigen–Mitholz) wenn nötig gar on-stop, sonst aber im verdichteten Taktfahrplan tadellos abwickelte,
- Radio Berner Oberland, das als Mediensponsor für eine dichte Information sorgte.

Der Projektverantwortliche: Dr. Daniel Gutscher,
alias «Freiherr von Kien». Foto:
Hansjörg .
Bedeutend war aber auch die Vernetzung des Unternehmens mit lokalen Verantwortlichen, allen voran Margrit Hossmann, welche die Festwirtschaft betreute, dem Jodler-Club Frutigen, der unter Leitung von Hans Blatti sein grosses Festzelt aufbaute und Beat Lombriser von der Bauverwaltung Frutigen, der als örtlicher Koordinator wirkte. Insgesamt waren 66 Personen persönlich für das Projekt engagiert, 50 davon waren vor Ort einen bis alle drei Tage als Mitwirkende präsent, 34 im mittelalterlichen Kostüm.
Allen Beteiligten sei auch an dieser Stelle Dank und unsere Anerkennung für die schlicht unbeschreibliche Leistung ausgesprochen.
Weitere Bilder von Hansjörg

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Berichte in der Presse
Erfreulicherweise widmete die Berner Zeitung – sie erscheint unter www.espace.ch im Internet – der Veranstaltung im Kandertal mehrmals Artikel, sowohl als Hinweise vor der Veranstaltung als auch als Berichterstattung:
- «Nächste Woche ins Mittelalter»:
30. September 2002, Ausgabe Oberland:
BZBO-227-026-1f-3009-1.pdf (102 KB). Original bei der BZ (ohne Gewähr). - «Für einen Tag lang Ritter oder Burgherr sein»:
1. Oktober 2002, Ausgabe Stadt Bern:
BZST-228-032-4c-0110-1.pdf (113 KB). Original bei der BZ (ohne Gewähr). - «Ja, so warn's, die alten Rittersleut...»:
5. Oktober 2002, Leben & Leute.
BZLL-232-005-4c-0510-1.pdf (267 KB). Original bei der BZ (ohne Gewähr). - «Dem Ritter übers Kettenhemd geschaut»,
11. Oktober 2002, Ausgabe Oberland.
BZBO-237-029-1f-1110-1.pdf (133 KB). Original bei der BZ (ohne Gewähr). - «Fun als Ritter im Kettenhemd»,
12. Oktober 2002, Ausgabe TT-Oberland.
BZTT-238-034-2f-1210-1.pdf (249 KB). Original bei der BZ (ohne Gewähr).

